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ATH0^M

Make the bub­ble burst.

Face­book und Twit­ter sind für mich lan­ge Geschich­te. Bei Insta­gram war ich nie. Whats­app habe ich eben­so gemie­den wie der Teu­fel das Weihwasser.

Mei­ne Aus­flü­ge ins Fedi­ver­se haben meis­tens mit einer raschen Ernüch­te­rung geen­det. Natür­lich: Dia­spo­ra, Frien­di­ca, Pixel­fed und auch Mastodon sind sicher weit­aus sym­pa­thi­scher, weit weni­ger toxisch, siche­rer und respek­tie­ren die Pri­vat­sphä­re. Aber in einem unter­schei­den sie sich nicht von den Wal­led Gar­dens, deren Funk­ti­ons­wei­se sie letzt­lich nur imi­tie­ren: Sie sind eben auch nur Sozi­al- und Kommunikationssimulatoren.

Es macht letzt­lich kei­nen Unter­schied, ob man auf Face­book anein­an­der vor­bei­re­det oder auf Dia­spo­ra oder Frien­di­ca. Mani­pu­la­ti­ves Framing, hirn­lo­ses Pos­ting und Boos­ting ist im Fedi­ver­se genau so ner­vig wie in Zucker­bergs Par­al­lel­welt. Das Prin­zip, in einen mehr oder weni­ger öffent­li­chen Raum hin­ein­zu­quat­schen in der Hoff­nung, es wer­de sich jemand ange­spro­chen füh­len, ist im Fedi­ver­se genau so frag­wür­dig wie bei den dre­cki­gen Cousins. 

Die Illu­si­on von Kom­mu­ni­ka­ti­on, die gefühl­te Nähe zu wild­frem­den Men­schen, die man tag­ba­siert als Bezugs­grup­pe emp­fin­det (emp­fin­den soll), so nett sie auch IRL sein mögen, hängt nicht davon ab, ob die Anwen­dung, in der das pas­siert, Open Source ist oder obsku­re pro­prie­tä­re Soft­ware. Da ist es völ­lig egal, ob man sich nun auf Mastodon auf­hält oder auf Twitter. 

Ja, das meis­te ist harm­los. Und dennoch.

Ich mag da nicht mehr mit­ma­chen. So oder so ödet mich das vir­tu­el­le Pseu­do­leben mehr an als jemals zuvor. Und ich über­bli­cke per­sön­lich einen Zeit­raum von mehr als 30 Jah­ren online. Erst als Telix-User in BBS, als Point im Fido­net, spä­ter unter­wegs im World Wide Was­te. Es kos­tet viel Zeit, Ener­gie und ist letzt­lich nur ein ein­zi­ger Selbst­be­trug. Völ­lig egal, wie vie­le sich noch dar­an beteiligen.

Han­gup. ATH0^M.[1]Hayes Befehls­satz für Modems etc.

Das Inter­net war mal eine gro­ße Ver­hei­ßung. Bei Licht bese­hen, ist es der­zeit nur­mehr die gro­ße Ver­schei­ße­rung. Kom­merz, Por­no, Daten­klau, Fake News, Mob­bing und Hacking in Mas­sen. Nie­mals zuvor hat­ten mehr Men­schen an mehr Orten der Welt unge­hin­dert Zugriff auf mehr Infor­ma­tio­nen. Und was machen sie dar­aus? Nichts. Nada. Nien­te. Nit­sche­wo. Eine gigan­ti­sche Hass‑, Mani­pu­la­ti­ons- und Bull­shit-Maschi­ne. A con­stant stream of shit.

Digi­ta­li­sie­rung – das hat in mei­nen Ohren kei­nen guten Klang mehr.[2]Vom gigan­ti­schen Ener­gie­ver­brauch und den hef­ti­gen Pro­ble­men für die Sicher­heit daseins­not­wen­di­ger Struk­tu­ren mal ganz abge­se­hen.

Selbst Blog­gen – wie ich schon öfters ange­merkt habe – erscheint mir zuneh­mend sinn­los. Wie ein öffent­li­ches Selbstgespräch.

Mal sehen, was am Ende bleibt.

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1 Hayes Befehls­satz für Modems etc.
2 Vom gigan­ti­schen Ener­gie­ver­brauch und den hef­ti­gen Pro­ble­men für die Sicher­heit daseins­not­wen­di­ger Struk­tu­ren mal ganz abgesehen.

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