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Die vorläufigen Profiteure der Hysterie

»Die Die­sel­fahr­ver­bo­te sind nur der Anfang. Ist erst der Die­sel besiegt, wird es dem Ver­bren­nungs­mo­tor grund­sätz­lich an den Kra­gen gehen.«

Völ­lig losgelöst

»So sehen Nie­der­la­gen aus – und zwar für die nor­ma­len Bür­ger! Die Gerichts­ur­tei­le, die der­zeit fast im Wochen­takt erge­hen, sind nichts weni­ger als eine dreis­te Ent­eig­nung in einem Umfang, die sich manch frü­he­rer Kom­mu­nis­ten­füh­rer nicht getraut hät­te. Und dar­über freu­en sich nicht nur die Grü­nen, son­dern auch die Lin­ke. Wie bit­te? Wer fährt denn die Autos, die jetzt nur noch kurz genutzt wer­den kön­nen? Bör­sen­mak­ler? Bankdirektoren?«

Geht’s noch?

In den Kom­men­ta­ren steht eini­ges, das ich vor­be­halt­los unter­schrei­ben würde.

Das ver­bin­den­de Ele­ment bei die­ser wie bei ande­ren Debat­ten dar­über, was der Umwelt und somit uns selbst am bes­ten nutzt, ist: Hys­te­rie. Von der man­che – sie­he Bay­ern, sie­he Umfra­gen zu Hes­sen die­ses Wochen­en­de – pri­ma pro­fi­tie­ren. Zumin­dest auf kur­ze Sicht. Also im Poli­ti­ker-Hori­zont von vier Jah­ren. Dass das am Ende tat­säch­lich irgend­wem nützt, wage ich aller­dings zu bezwei­feln. Mir war das reli­giö­se Eifern immer schon suspekt. Rum­schub­sen erst recht.

Den gro­ßen Volks­be­glü­ckungs­pro­jek­ten ste­hen har­te, tech­ni­sche Hin­der­nis­se ent­ge­gen, aber auch ver­gleichs­wei­se wei­che Fak­to­ren. Etwa, dass ein jeder in die­sem Staat den Kla­ge­weg beschrei­ten kann, wenn er sich unge­recht behan­delt fühlt oder durch ein Pro­jekt, das angeb­lich im »über­ge­ord­ne­ten Inter­es­se« ist, in sei­nen Rech­ten und Lebens­um­stän­den beein­träch­tigt sieht.

»Jede Per­son, die gel­tend macht, durch staat­li­ches Han­deln in ihren Rech­ten ver­letzt zu wer­den, kann Rechts­schutz in Anspruch neh­men. Gegen eine Behör­den­ent­schei­dung ist zunächst der Wider­spruch bei der Behör­de und gegen einen Wider­spruchs­be­scheid die Kla­ge vor den Ver­wal­tungs­ge­rich­ten zulässig.« 

(Quel­le: Umwelt­bun­des­amt)

Und natür­lich ste­hen auch noch ande­re Instru­men­te des krea­ti­ven Pro­tests zur Ver­fü­gung. Wer wüss­te das bes­ser als die alten Käm­pen, die nun auf der fal­schen Sei­te ste­hen. Könn­te sein, dass sie eines Tages mit den eige­nen Waf­fen geschla­gen werden.

Alle mal mit­sum­men: Weeeeehrt euch, leis­tet Wider­stand. Schließt euch fest zusam­men, schließt euch fest zusahammehen … 🙂

Es könn­te ja bei­spiels­wei­se jemand auf die Idee kom­men, statt Cas­tor-Trans­por­ten zur Abwechs­lung mal Rotor-Trans­por­te aus­zu­brem­sen. Und hun­der­te Kilo­me­ter lan­ge Mega-Tras­sen-Bau­stel­len dürf­ten auch kaum 24 Stun­den am Tag sie­ben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr zu schüt­zen sein. Nach der Bau­pha­se übri­gens auch nicht. Zumin­dest stel­le ich mir das extrem teu­er vor.

Apro­pos Sicher­heit: Wie ver­wund­bar unse­re Ener­gie-Infra­struk­tur ohne­hin schon ist, auch ohne dass man neue Angriffs­vek­to­ren schafft, kann man in Marc Els­bergs »Black­out« nach­le­sen. Dass das Roman­sze­na­rio nicht blo­ße Fik­ti­on ist, davon kann man sich in die­ser aus­führ­li­chen Dar­stel­lung der Pro­ble­ma­tik für den Deut­schen Bun­des­tag überzeugen.

»So macht der Umbau zu den Erneu­er­ba­ren das deut­sche Strom­netz anfäl­lig für Angriffe.«

Auf­schluss­reich ist auch die­ser Hin­ter­grund zum The­ma Sicher­heit der Energieversorgung.

Tras­sen­pla­nung – per Klick auf das Bild geht’s zur sehens­wer­ten ZDF-Doku.

Das stump­fe Behar­ren auf erkenn­bar fal­schen oder zumin­dest frag­wür­di­gen Posi­tio­nen und Plä­nen ist gera­de in der aktu­el­len Debat­te um die soge­nann­te Ener­gie­wen­de von gro­ßer Bedeu­tung für mich.

Ich kann nur stau­nend zur Kennt­nis neh­men, wie die­sel­ben Leu­te, die im Pro­test und bein­har­ten Kampf gegen staat­li­che Pla­nun­gen oder sol­che der bösen, bösen Groß­in­dus­trie auf­ge­wach­sen sind, nun ihre eige­nen Vor­stel­lun­gen auf Bie­gen und Bre­chen durch­set­zen wol­len, zum Bei­spiel durch:

  • Aus­bau der immer grö­ße­ren Indus­trie­wind­an­la­gen (auch in sen­si­blen, frü­her land­schafts- und natur­schutz­recht­lich streng geschütz­ten Bereichen)
  • beschleu­nig­ter Aus­stieg aus der (Braun-)Kohleverstromung – und das zeit­gleich mit dem bereits beschlos­se­nen Atomausstieg
  • rück­sichts­lo­ser Bau/Planung von Mega-Lei­tungs­tras­sen von Nord nach Süd für Über­tra­gungs­net­ze[1]Dabei kom­men grö­ße­re Pro­ble­me erst noch: bei den Ver­tei­ler­net­zen
  • Indus­tria­li­sie­rung der Land­wirt­schaft zum Zwe­cke der pseu­do-öko­lo­gi­schen Energiegewinnung
  • gna­den­lo­se Über­prä­gung prak­tisch aller Kul­tur­land­schaf­ten mit Industriewindanlagen
  • staat­lich sub­ven­tio­nier­te Gefähr­dung von Luft, Was­ser und Böden durch Güllereaktoren

Will­kom­men in der Verbots‑, Gebots- und Gängelungsrepublik

Da wer­den mit leich­ter grü­ner – bzw. schwarz-grü­ner oder rot-grü­ner – Hand auf ein­mal Bür­ger­rech­te vom Tisch gewischt. Da wer­den die Leu­te in als Info- und Dia­log­ver­an­stal­tun­gen getarn­ten Pro­pa­gan­da-Events ein­ge­lullt. Nud­ging [2]Gän­ge­lei im natio­na­len Maßstab.

Klei­nes Bei­spiel aus mei­ner nähe­ren Umge­bung gefäl­lig: Erör­tungs­ter­min im Bür­ger­haus in Kirch­bor­chen (Kreis Pader­born). Man schen­ke dem Absatz beson­de­re Beach­tung, der da beginnt mit: »Eine spe­zi­el­le Rol­le hat­te einer der Antrag­stel­ler, der gleich­zei­tig als Gut­ach­ter auftrat…«

Viel­sa­gend auch, wie kacken­dreist sich Wind­ge­winn­ler gebär­den, denen es doch angeb­lich ledig­lich um die Umwelt und den Kli­ma­schutz geht und nicht um den vom Staat garan­tier­ten schnö­den Mam­mon.[3]im Stadt­ge­spräch bei WDR5, ins­ge­samt ent­lar­vend, beson­ders span­nend ab ca. 00:38:00[4]Mit­schnitt in der Media­thek nicht mehr auf­find­bar. Ein Schelm, der Böses dabei denkt … :/[5]Zum Glück von ande­ren gesi­chert.

Man muss nicht lan­ge rät­seln, wer da letzt­lich die Gelack­män­ner­ten sind.

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Mir tun die Men­schen ein­fach nur leid, die in Bor­chen, Kirch­bor­chen, Nord­bor­chen, Alfen, Etteln oder Dören­ha­gen »leben« müs­sen, völ­lig umzin­gelt von Indus­trie­wind­an­la­gen. Der nack­te Hor­ror. Nur vie­le Vögel, Fle­der­mäu­se und Insek­ten sind noch schlim­mer dran. Sie wer­den ein­fach erschla­gen oder guil­lo­ti­niert.

Um sol­che tota­li­tä­ren Pla­nun­gen zu recht­fer­ti­gen, wird ger­ne mal an die »Ver­ant­wor­tung« für das »gro­ße Gan­ze« appel­liert – Du leug­nest doch wohl nicht etwa den Kli­ma­wan­del, oder..?!

Fürs Pro­to­koll: Natür­lich nicht. Nur soll­ten Alter­na­ti­ven auch tat­säch­lich funk­tio­nie­ren und nicht nur in Träumen.

»An Tagen wie die­sen, wo es grau ist, da haben wir natür­lich viel weni­ger erneu­er­ba­re Ener­gien. Des­we­gen haben wir Spei­cher. Des­we­gen fun­giert das Netz als Spei­cher. Und das ist alles ausgerechnet.« 

Anna­le­na Baerbock

Und dann gibt es da noch Leu­te wie die grü­ne Co-Che­fin Anna­le­na Baer­bock, die der­art hane­bü­che­nen Schwach­sinn von sich gibt, dass einem ganz schwind­lig wird.

Ich den­ke: Das vor­geb­lich »schlaue Netz« (Smart Grid) – ob nun spei­cher­fä­hig oder nicht – ist kein Traum, son­dern ein Albtraum.

Ob der Glau­be tat­säch­lich Ber­ge ver­setzt, weiß ich nicht. Aber dass der Glau­be all­zu oft den Ver­stand ersetzt, das ist gewiss.

Mensch, kuck mal, es gibt doch Län­der in Euro­pa, die es schaf­fen, in der der Ener­gie­er­zeu­gung sehr wenig CO2 zu pro­du­zie­ren – hier schön grün dar­ge­stellt. Aber Moment mal, die schaf­fen das ja mit – Kern­ener­gie! (Mit Aus­nah­me von Nor­we­gen (Was­ser­kraft), sei hin­zu­ge­fügt.) Herr­je, blöd aber auch..! Das klei­ne schwar­ze Land ist übri­gens Est­land. Da schaf­fen es die Hambi-»Umweltaktivisten« auch ganz leicht hin, ohne ein Flug­zeug (CO2-Bilanz!!) bestei­gen zu müs­sen (s.u.).

Was ver­ant­wort­lich ist, ist längst aus­ge­macht und wird einem vor­ge­ge­ben. Bas­ta![6]Aber: Schon mal von James Han­sen gehört? Nicht? Scha­de! Alter­na­ti­ven? Nach­den­ken nicht erwünscht.[7]Kana­das Weg Ver­wei­se auf die enor­men und bis­her kaum genutz­ten Ener­gie­ein­spar­po­ten­zia­le? Uner­wünscht. Davon hat ja die Wind­ma­fia mit ihren Anla­gen­bau­ern und Pro­jekt­pla­nern nichts. Der Mil­li­ar­den­strom könn­te ja ver­sie­gen.[8]Das pas­siert ja sowie­so schon. Und das mögen die gar nicht.[9]Ja ja, die AKW-Hei­nis sind auch nicht bes­ser. Und den­noch…

Tei­le flo­gen bis zu 800 Meter weit. Sicher völ­lig unge­fähr­lich… (Foto: Gegen­wind Borchen)

Offen­kun­di­ge Risi­ken wer­den kur­zer­hand als nicht exis­tent erklärt. Folg­lich muss man sich ihnen auch nicht stel­len. Oder bin ich der ein­zi­ge, der ein Pro­blem damit hat, dass mein Ves­pa-Rol­ler alle naselang zum TÜV muss, es aber im Ener­gie­wen­de-Wun­der-Deutsch­land kei­ne all­ge­mei­ne TÜV-Pflicht für Indus­trie­wind­an­la­gen gibt? Ja, rich­tig gehört.[10]Ticken­de Zeit­bom­ben [11]Bun­des­re­gie­rung leug­net Gefah­ren [12]Zahl der Hava­rien steigt

Das skan­da­lö­se Ver­harm­lo­sen von Gefah­ren ken­nen wir bereits von den Gül­le­re­ak­to­ren – im Grün­sprech: Bio­gas­an­la­gen. Und die mög­li­chen unge­woll­ten Hava­rien die­ser bäu­er­li­chen Bas­tel­bu­den sind dabei nur ein Anlass zur Sor­ge. Das Aus­tre­ten von extrem toxi­schen, extrem explo­si­ven und extrem kli­ma­schäd­li­chen Gasen ist da Standard.

Nur einer von Tau­sen­den Fäl­len: Hava­rie im Süd­harz.

Da steht, wer Beden­ken vor­bringt oder noch die eine oder ande­re klit­ze­klei­ne Fra­ge hat, schnell als – öko­lo­gisch gese­hen – Ewig­gest­ri­ger da. Ja, da müf­felt es nach dem guten alten Vor­wurf vom »Volks­schäd­ling«. Wer da wei­te­res Anschau­ungs­ma­te­ri­al braucht, der infor­mie­re sich, wie etwa die Nazis das »Füh­rer­sperr­ge­biet Ober­salz­berg« geschaf­fen haben. Oder wie das Dörf­chen Haus­ten­beck für den Trup­pen­übungs­platz Sen­ne wei­chen muss­te. Gleich­schal­tung. Dro­hun­gen. Pro­pa­gan­da-Trom­mel­feu­er. Ent­eig­nung. Ent­rech­tung. Gesin­nungs­dik­ta­tur. Ent­schei­dungs­dik­ta­tur. Rück­sichts­lo­se Metho­den, damals nur halt in braun.

Für Grü­nen-Chef Robert Habeck[13]zu der Zeit noch »Umwelt­mi­nis­ter« in Schles­wig-Hol­stein sind die Implan­ta­ti­on der Ener­gie­wen­de-Hard­ware und der Umbau des gan­zen Lan­des in ein ein­zi­ges Umspann­werk ledig­lich »unan­ge­neh­me Ent­schei­dun­gen«, die man den Men­schen nur erklä­ren müs­se, damit sie sie gut finden.

Ach ja?

Ich stel­le mir gera­de vor, so rede­te jemand ande­rer poli­ti­scher Cou­leur über den Auto­bahn­bau oder die Auf­he­bung eines Nacht­flug­ver­bots in Düs­sel­dorf oder den Flug­ha­fen­aus­bau in Frank­furt oder – Hei­li­ger, Sankt Ener­ge­ti­us, hilf!! – den Bau eines ato­ma­ren Zwi­schen­la­gers in, sagen wir mal, Pin­ne­berg. Die Empö­rung wäre grenzenlos.

Umge­kehrt wer­den von Ener­gie­wen­de­pre­di­gern kla­re und gra­vie­ren­de Rechts­ver­stö­ße eige­ner Hilfs­trup­pen, solan­ge sie im gewünsch­ten Sin­ne sind, ver­harm­lost, klein­ge­re­det oder gebil­ligt. Hat da jemand »Ham­ba­cher Forst« gesagt?[14]Ein gefähr­li­cher Ort [15]Akti­vis­tin aus Aus­tra­li­en ver­ur­teilt [16]Heu­te Ham­burg, mor­gen Ham­bach – inter­na­tio­na­le Gewalt­tä­ter

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Nicht zuletzt endet der vor­geb­li­che Weit­blick der Heils­a­pos­tel am eige­nen Tel­ler­rand. Was in Chi­na oder Indi­en kli­ma­po­li­tisch vor sich geht – näm­lich nicht viel -, inter­es­siert hier­zu­lan­de nicht wirk­lich. Hier wird so getan, als hin­ge die Zukunft der Welt an unse­ren wenig mehr als 2 Pro­zent Anteil am welt­wei­ten CO2-Ein­trag.[17]Euro­pa kommt auf gut 8 Pro­zent … Das ist natür­lich blan­ker Unsinn, aber man will die Din­ge ja nicht unnö­tig komplizieren.

Abge­se­hen davon war ja ohne­hin nur eine Redu­zie­rung der deut­schen Treib­haus­gas­emis­sio­nen um 40 Pro­zent bis 2020 ange­peilt – also nicht ein­mal die Hälf­te der genann­ten 2 Pro­zent. Das soll­te alles in allem Anlass sein, hier­zu­lan­de etwas gelas­se­ner vor­zu­ge­hen. Ist es aber nicht.

Sie spie­len wei­ter­hin unbe­irrt ihre Schal­mei­en. Grü­ne und SPD und Uni­on ganz vor­ne­weg. Bezah­len muss die gan­ze Cho­se am Ende der soge­nann­te Ver­brau­cher. Sozia­les Kor­rek­tiv? Nicht vor­ge­se­hen. Das »gute Gesamt­pa­ket« ist in Wahr­heit eine Mogel­pa­ckung. Und es wird den Urhe­bern ganz sicher auf die Füße fallen.

Der Kampf gegen den Kli­ma­wan­del ist viel zu wich­tig, um ihn der Wind- und EEG-Mafia zu über­las­sen. Da wird hau­fen­wei­se Geld ver­brannt – ohne erkenn­ba­ren Out­put. Wir alle zah­len die­sen unso­zia­len Elek­tro-Irr­sinn.[18]Auch gera­de Post von den Stadt­wer­ken zur Strom­preis­er­hö­hung bekom­men? Mal auf den größ­ten »Preis­be­stand­teil«, die EEG-Umla­ge, ach­ten…

Die Men­schen wer­den sich erin­nern. Ist ja sicher bald mal wie­der irgend­wo Wahl­tag. Es sei denn, man gehört zu den bes­ser­ver­die­nen­den Grünen-Parteigängern.

Wer zum Bei­spiel neu­lich »Kon­tras­te« gese­hen hat, als es um die Stim­mung etwa in der Lau­sitz ging, der weiß, was ich mei­ne. Ver­ein­facht gesagt: Wenn man denen auch noch die Braun­koh­le nimmt, brennt da die Luft. Und die AfD kommt dort eh schon auf um die 30 Pro­zent. Und das lässt sich tod­si­cher noch stei­gern. Die wür­den jeden wäh­len, der ihnen ver­spricht, dass alles wie­der wird wie frü­her – oder zumin­dest bei­bt, wie es ist. Die wol­len offen­sicht­lich nicht von den Grü­nen beglückt wer­den. Deren Hohe­pries­te­rIn­nen wer­den sich dort wohl bald nur noch in gepan­zer­ten Tes­las hin­trau­en können.

Dahin­ter steht nack­te Zukunfts­angst. Und es kön­nen ja tat­säch­lich nicht alle Phi­lo­so­phie stu­die­ren, Musi­ker mana­gen – oder in Fuß­pfle­ge machen, obwohl sich gera­de das ange­sichts der Alters­struk­tur dort loh­nen könnte.

Auf der Gegen­sei­te gibt es Wort­füh­rer und Büch­sen­span­ner, für die »Indus­trie« oder »Wirt­schaft« offen­bar nur eine Her­aus­for­de­rung im Kreuz­wort­rät­sel ist – neun bzw. zehn Buch­sta­ben. »Beam­ten­pen­si­on« oder »Trans­fer­leis­tun­gen« – damit kön­nen etli­che von ihnen augen­schein­lich hin­ge­gen etwas anfangen.

Blut-Bat­te­rien gehö­ren geächtet

Wir könn­ten die­ses Land kom­plett deindus­tria­li­sie­ren – das Welt­kli­ma blie­be rela­tiv unbe­ein­druckt. Wer das ändern möch­te, soll­te sich viel­leicht irgend­wo bei Bei­jing an ein Koh­le­kraft­werk ket­ten oder an einen Bag­ger im Stein­koh­le­ta­ge­bau im indi­schen Dhan­bad – und nicht an ein armes Bäum­chen im Ham­ba­cher Forst. Das wäre auch gleich viel muti­ger und somit wir­kungs­vol­ler, den­ke ich. Erfolg­rei­ches Crow­fun­ding für die paar Tickets soll­te doch bei so viel Betrof­fen­heit kein Pro­blem sein.[19]Aktu­el­le Schlag­zei­len wie die­se »Indi­en hält an Koh­le fest – trotz güns­ti­gem Solar­strom« zei­gen mehr als deut­lich, dass es mit der Devi­se »Am deut­schen Wesen soll die Welt gene­sen« mal wie­der nicht … Wei­ter­le­sen …

Kin­der­ar­beit in einer Kupfermine.

Die glei­che Igno­ranz fin­det sich, wenn man mal fragt, woher denn eigent­lich die gan­zen sel­te­nen Erden und Metal­le und Mine­ra­li­en kom­men, die unse­re »sau­be­re, öko­lo­gi­sche auto­mo­bi­le Zukunft« sicher­stel­len sol­len. Und unter wel­chen erbärm­li­chen Bedin­gun­gen – schänd­li­che Skla­ven­ar­beit, Kin­der­ar­beit, gigan­ti­sche Umwelt­ver­schmut­zung – sie gewon­nen wer­den. [20]Kin­der­ar­beit für Elek­tro­au­tos [21]Kin­der schuf­ten für Kon­zer­ne [22]Der Fluch des Kobalts

Von den künf­tig benö­tig­ten Strom­men­gen zum Laden der idio­ti­schen Bat­te­rien in den irr­wit­zig schwe­ren Kar­ren gar nicht zu reden. Die gibt es schlicht nicht. Und der Groß­teil der Ener­gie geht für den Trans­port des völ­lig nutz­lo­sen Eigen­ge­wichts drauf. Ver­gli­chen damit sind die Euro-6-Die­sel-getrie­be­nen Haus­frau­en-Pan­zer von Audi, BMW, Mer­ce­des oder Volks­wa­gen gera­de­zu leich­te Öko-Kaleschen.

»Sie ver­die­nen Mil­lio­nen und Aber­mil­lio­nen von Euros. Aber sie opfern die Men­schen. Sie opfern die Tie­re. Sie opfern das Leben.«

Wer will, kann sich leicht über den wah­ren Preis der Elek­tro­au­tos infor­mie­ren. Das wol­len die Anhän­ger des Elek­tro-Kults aber nicht.

Wir bas­teln uns ein Wol­ken­ku­ckucks­heim, pin­seln es grün an (lösungs­mit­tel­frei, ver­steht sich) und füh­len uns gut dabei.[23]Elek­tro­mo­bi­li­tät bedeu­tet nur eine Ver­la­ge­rung von Emis­sio­nen Heu­che­lei pur.

Na ja, denkt sich der bun­des­deut­sche Elek­tro-Grü­ne, wäh­rend er sich ein Can­a­pé mit Gua­ca­mo­le zwi­schen die nagel­neu­en Jacket­kro­nen schiebt und mit einem Schlück­chen San Giu­s­to a Ren­ten­an­no[24]aus dem letz­ten Tos­ka­na-Urlaub mit­ge­bracht, Ryan­air, Pisa, 90 EUR hin und zurück nach­spült, schau’n wir mal nicht so genau hin. Ist ja auch alles so schön weit weg. Oder viel­leicht hat sogar jemand in dem chi­ne­si­schen Her­stel­ler­werk einen hüb­schen bun­ten Sti­cker (wo dann was von einem Fair-Tra­de-Zer­ti­fi­kat drauf steht) auf die Akkus gepappt. Supi!

Lass das mal nicht die Ham­bi-Akti­vis­ten sehen… Lithi­um-Abbau in Peru.[25]Stra­te­gi­sches Metall

Nach mei­ner unmaß­geb­li­chen Mei­nung müss­ten sol­che Blut-Bat­te­rien genau wie gewis­se Dia­man­ten welt­weit geäch­tet wer­den. Das wäre kon­se­quent – und wahr­haft grün.

Hier­zu­lan­de ist der grü­ne Herr­schafts­an­spruch total, spal­te­risch, unso­zi­al, men­schen­ver­ach­tend und frei­heits­feind­lich. Lys­sen­ko[26]»Wis­sen­schaft­li­cher« Sta­li­nis­mus lässt grüßen. 

Grü­ner Murks, wohin man auch sieht.

Nicht weni­ge schei­nen das gut zu fin­den. Ich nicht.

Ver­nunft kommt unter die Räder. Die von ach so öko­lo­gi­schen E‑Autos, ver­steht sich.

Anmer­kun­gen

Anmer­kun­gen
1 Dabei kom­men grö­ße­re Pro­ble­me erst noch: bei den Verteilernetzen
2 Gän­ge­lei
3 im Stadt­ge­spräch bei WDR5, ins­ge­samt ent­lar­vend, beson­ders span­nend ab ca. 00:38:00
4 Mit­schnitt in der Media­thek nicht mehr auf­find­bar. Ein Schelm, der Böses dabei denkt … :/
5 Zum Glück von ande­ren gesi­chert.
6 Aber: Schon mal von James Han­sen gehört? Nicht? Scha­de!
7 Kana­das Weg
8 Das pas­siert ja sowie­so schon.
9 Ja ja, die AKW-Hei­nis sind auch nicht bes­ser. Und dennoch…
10 Ticken­de Zeitbomben
11 Bun­des­re­gie­rung leug­net Gefahren
12 Zahl der Hava­rien steigt
13 zu der Zeit noch »Umwelt­mi­nis­ter« in Schleswig-Holstein
14 Ein gefähr­li­cher Ort
15 Akti­vis­tin aus Aus­tra­li­en verurteilt
16 Heu­te Ham­burg, mor­gen Ham­bach – inter­na­tio­na­le Gewalttäter
17 Euro­pa kommt auf gut 8 Prozent …
18 Auch gera­de Post von den Stadt­wer­ken zur Strom­preis­er­hö­hung bekom­men? Mal auf den größ­ten »Preis­be­stand­teil«, die EEG-Umla­ge, achten… 
19 Aktu­el­le Schlag­zei­len wie die­se »Indi­en hält an Koh­le fest – trotz güns­ti­gem Solar­strom« zei­gen mehr als deut­lich, dass es mit der Devi­se »Am deut­schen Wesen soll die Welt gene­sen« mal wie­der nicht klappt.
20 Kin­der­ar­beit für Elektroautos
21 Kin­der schuf­ten für Konzerne
22 Der Fluch des Kobalts
23 Elek­tro­mo­bi­li­tät bedeu­tet nur eine Ver­la­ge­rung von Emissionen
24 aus dem letz­ten Tos­ka­na-Urlaub mit­ge­bracht, Ryan­air, Pisa, 90 EUR hin und zurück
25 Stra­te­gi­sches Metall
26 »Wis­sen­schaft­li­cher« Stalinismus

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