Merz, Laschet und Röttgen nicht kanzlertauglich

Nor­bert Rött­gen, Armin Laschet, Fried­rich Merz (von links)

Die nach mei­nem Emp­fin­den span­nends­te Nach­richt heu­te zum CDU-Par­tei­tag mor­gen: Die Bun­des­bür­ger trau­en kei­nem der drei Kan­di­da­ten für den CDU-Vor­sitz zu, auch Kanz­ler zu kön­nen. Das hat das aktu­el­le Polit-Baro­me­ter erge­ben. Nicht Wackel-Laschet, nicht dem Ver­tre­ter des Groß-Kapi­tals und Trump-Freund, nicht dem angeb­li­chen Cloo­ney-Dou­ble.

Selbst die Anhän­ger der CDU/CSU spre­chen Merz, Laschet und Rött­gen mehr­heit­lich die Kanz­ler­fä­hig­keit ab.

Zwar geht es offi­zi­ell (noch) gar nicht um die Kanz­ler-Fra­ge, aber viel­sa­gend ist die­se Ein­schät­zung des Wahl­volks alle­mal. Nach des­sen Ein­schät­zung wäre ein­zig ein Bay­er von der CSU für das Spit­zen­amt qua­li­fi­ziert: Mar­kus Söder (ja: 54 Pro­zent; nein: 38 Prozent). 

Hört, hört. In Kri­sen­zei­ten schei­nen die Leu­te denen zu ver­trau­en, die kla­re Ansa­gen machen.

Den angeb­li­chen Hype um Lasche­ts hin­te­ren Tan­dem­rad­ler Jens Spahn (Hoff­nungs­trä­ger?) glau­be ich nicht. Maß­los über­schätzt, vor allem in Redak­tio­nen. Gilt sinn­ge­mäß auch für die Grünen.

Inter­es­sant auch, dass Olaf Scholz (SPD) trotz der offen­kun­dig dra­ma­ti­schen Mise­re sei­ner Par­tei noch auf pas­sa­ble Ver­trau­ens-Wer­te kommt: 45 Pro­zent. Mei­ne Mei­nung ist nach wie vor, dass die SPD einen fata­len (lies: töd­li­chen) Feh­ler gemacht hat, ihn nicht zum Vor­sit­zen­den zu machen.

Immer­hin: Dass sowohl die ahnungs­lo­se wan­deln­de Pend­ler­pau­scha­le Habeck und das nicht min­der ahnungs­lo­se spei­chern­de Netz Baer­bock von der Elek­tro­par­tei – ehe­mals Grü­ne, ehe­mals Umwelt­schüt­zer – auf Kanz­ler­fä­hig­keits­wer­te von nur 28 bzw. 22 Pro­zent kom­men, lässt hoffen.

Abge­rech­net wird immer noch zum Schluss.

Da den­ke ich an das wei­se Wort:

Das Volk ver­steht das meis­te falsch. Aber es fühlt das meis­te richtig.

Kurt Tuchol­sky, lin­ker Demo­krat, Sozialist

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