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Schweinepriester

Na, das ist doch mal ein Wort der Woche mit Schmackes!

Ich kam drauf, als ich heu­te einen ande­ren klei­nen Text für das Blog schrieb. Es ist aber nicht nur eine poli­ti­sche Wahl – immer­hin las­sen sich bestimm­te Ver­tre­ter des poli­ti­schen Spek­trums treff­lich damit cha­rak­te­ri­sie­ren -, son­dern auch sprach­lich recht interessant.

Ich hat­te gedacht, der »Schwei­ne­pries­ter« sei als Belei­di­gung eine Schöp­fung des 20. Jahr­hun­derts. 30er Jah­re oder so. Stimmt aber nicht. Gibt es schon viel länger.

Eine »ver­ach­tens­wer­te männ­li­che Per­son«, jemand ohne jede Moral, muss­te sich im Zwei­fel schon vor 200 Jah­ren als »Schwei­ne­pries­ter« titu­lie­ren las­sen. Schon im Deut­schen Wör­ter­buch der Gebrü­der Grimm [1]ers­te Aus­ga­be 1854 taucht er auf. Dort war der Schwei­ne­pries­ter[2]Ursprüng­lich beschrieb der Schwei­ne­pries­ter eigent­lich genau das, was das Wort leicht spöt­tisch besagt: den in klös­ter­li­chen Diens­ten ste­hen­den Schwei­ne­hir­ten, der auch die Kas­tra­ti­on der Fer­kel … Wei­ter­le­sen … ein »Schimpf­wort für einen unrein­li­chen oder unflä­ti­gen Menschen.«

Also, wie ein­gangs erwähnt, für einen beken­nen­den Anti­se­mi­ten alle­mal bes­tens tauglich.

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1 ers­te Aus­ga­be 1854
2 Ursprüng­lich beschrieb der Schwei­ne­pries­ter eigent­lich genau das, was das Wort leicht spöt­tisch besagt: den in klös­ter­li­chen Diens­ten ste­hen­den Schwei­ne­hir­ten, der auch die Kas­tra­ti­on der Fer­kel vornahm

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