Es muss nicht immer Weißleim sein

Kno­chen­leim, Haut­leim, Hasen­leim (v.l.). (Wiki­me­dia)

Allein zuhau­se, der Urlaub – »end­lich« 🙂 – vor­bei. Zeit, ein paar Din­ge anzu­ge­hen, die schon län­ger auf der To-Do-Lis­te stehen.

So wie der Schie­be­schlit­ten für mei­ne Kreis­sä­ge Bosch PTS 10. Mor­gen wer­de ich das ange­hen. Das Holz dafür war­tet bereits gerau­me Zeit im Schup­pen. Und für den Zusam­men­bau benö­ti­ge ich ein Hilfs­mit­tel, das ich auch schon vor eini­ger Zeit besorgt habe – Haut­leim.[1]Der Ober­be­griff lau­tet Glu­tin­leim. Ich habe den Ehr­geiz, bei mei­nen Holz­ar­bei­ten ohne den wei­ßen »flüs­si­gen Kunst­stoff« aus­zu­kom­men, den vie­le als Leim bezeich­nen und benut­zen.[2]Igitt!

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Mir erscheint es wider­sin­nig, indus­tri­ell her­ge­stell­tes Mate­ri­al zu ver­wen­den, wenn es etwas gibt, das unse­ren Vor­vä­tern jahr­hun­der­te­lang voll­auf genügt hat. Zumin­dest für Möbel und ande­re Din­ge, die nicht der Wit­te­rung (Was­ser) aus­ge­setzt sind. Und des­halb wer­de ich das auch tun. Und: Für Außen­an­wen­dun­gen gibt es ja auch noch den Kasein­leim – qua­si die was­ser­fes­te Vari­an­te vom Glutinleim.

Ein wei­te­rer Vor­teil: Das Gra­nu­lat oder auch die Plat­ten, die man teil­wei­se noch bekom­men kann, sind prak­tisch unbe­grenzt halt­bar. Für den Flüs­sig­kunst­stoff AKA Weiß­leim gilt das kei­nes­wegs. Selbst ange­set­zer Glu­tin­leim kann sich lan­ge hal­ten. Falls er doch schim­melt – weg damit und neu anset­zen. Er ist ja ver­gleichs­wei­se billig.

Zum Tes­ten habe ich auch ein Päck­chen Gela­ti­ne besorgt – ja, genau, das zum Kochen und Backen; ist auch nichts ande­res als Kno­chen­leim, aber nicht weitersagen! 🙂

Nicht nur das Leim­gra­nu­lat harrt sei­ner Ver­wen­dung, auch einen Baby-Fla­schen-Wär­mer und ein paar pas­sen­de Glä­ser habe ich parat. Damit wird der Leim tem­pe­riert. Das Gemisch Leim+Wasser set­ze ich für mor­gen gleich noch an.[3]Übri­gens ist der Grund­stoff extrem viel­sei­tig. Zum Bei­spiel kön­nen Künst­ler auch Mal­grund dar­aus erstel­len.

Bin schon sehr gespannt.

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1 Der Ober­be­griff lau­tet Glu­tin­leim.
2 Igitt!
3 Übri­gens ist der Grund­stoff extrem viel­sei­tig. Zum Bei­spiel kön­nen Künst­ler auch Mal­grund dar­aus erstellen.

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