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Stühlerücken in der LZ-Führung

Und tschüss. Ralf Frei­tag ist die längs­te Zeit Geschäfts­füh­rer der Lokal­zei­tung LZ gewesen.

Die Lip­pi­sche Lan­des­zei­tung hat sich von einem ihrer Geschäfts­füh­rer getrennt. Nach Infor­ma­tio­nen des Pivit wur­de Ralf Frei­tag von sei­nen Auf­ga­ben ent­bun­den. Er soll sich künf­tig um die ver­lags­ei­ge­ne Wer­be­agen­tur Medi­a­werk­statt (Sitz in Lem­go) küm­mern. Damit gehen die teils gra­vie­ren­den Ver­än­de­run­gen der loka­len und regio­na­len Zei­tungs­land­schaft wei­ter – Ent­las­sun­gen, Koope­ra­ti­on mit ande­ren Ver­la­gen der Regi­on, neue Dru­cke­rei, neu­es Zeitungsformat. 

Dabei hat­te Frei­tag noch vor einem hal­ben Jahr mit dar­stel­len dür­fen, wie super doch alles beim Medi­en­haus und sei­ner Print­aus­ga­be läuft. Sieht man ja. Da kreist gera­de der Hammer.

Den Mit­ar­bei­tern wur­de gera­de mit­ge­teilt, es gel­te den »wei­ter anhal­ten­den Wan­del in der Medi­en­bran­che und die wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Pan­de­mie zu meis­tern«. Max Gies­dorf aus der Det­mol­der Alt­ver­le­ger­fa­mi­lie, einer der Geschäfts­füh­rer, erklärt, er wer­de sich bei der Füh­rung von Ver­lag und Unter­neh­mens­grup­pe »wei­ter aus dem ope­ra­ti­ven Geschäft zurück­zie­hen« und sich »noch inten­si­ver den stra­te­gi­schen Fra­ge­stel­lun­gen widmen«. 

Dabei steht der bis­he­ri­ge Co-Geschäfts­füh­rer Ralf Frei­tag offen­bar im Weg. Denn, so Gies­dorf: »Damit ver­bun­den ist auch ein ver­än­der­tes Auf­ga­ben­pro­fil in der Geschäfts­füh­rung des Ver­la­ges. Aus die­sem Grund haben wir uns von Herrn Ralf Frei­tag, als Geschäfts­füh­rer der LZ, getrennt.«

Frei­tag wer­de sich jedoch wei­ter­hin als Geschäfts­füh­rer der Medi­a­werk­statt »den dort anste­hen­den Her­aus­for­de­run­gen widmen«.

Die Auf­ga­ben der Ver­lags­füh­rung wer­de in einem Monat, zum 1. Okto­ber, Ste­fan Rei­ning über­neh­men. Es scheint sich um einen Zugang vom im süd­ost­baye­ri­schen Rosen­heim ansäs­si­gen Zei­tungs­ver­lag OVB Medi­en­haus zu han­deln. Infor­ma­tio­nen zu des­sen Per­son sol­len laut Gies­dorf in den nächs­ten Wochen folgen.

Seit Jah­ren befin­den sich die Auf­la­gen und Wer­be­ein­nah­men der Regio­nal­zei­tun­gen im Sink­flug. Alle Bemü­hun­gen zur digi­ta­len »Trans­for­ma­ti­on« haben sich bis­lang als nicht durch­schla­gend erwie­sen. Kür­zun­gen und Per­so­nal­ab­bau in den Ver­la­gen sind an der Tagesordnung.

Die Auf­la­ge auch der LZ ero­diert seit lan­gem dra­ma­tisch, wie die IVW-Erhe­bung ausweist.

Ich sage mal so: Wenn ich noch Redak­teur einer Lokal- oder Regio­nal­zei­tung in OWL wäre, wür­de ich mir sehr ernst­haf­te Sor­gen machen.

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