Die Sozis zittern wie Eskenlaub

Neuerdings das Maß der Dinge bei der SPD: Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken.
Neu­er­dings das Maß der Din­ge bei der SPD: Nor­bert Wal­ter-Bor­jans und Saskia Esken. (Foto: Olaf Kosinsky)

Zu Nor­bert Wal­ter-Bor­jans und Saskia Esken habe ich mir, offen gesagt, kei­ne abschlie­ßen­de Mei­nung gebil­det. Dafür ken­ne ich bei­de zu wenig. Aber dass die SPD nicht ein­fach so wei­ter­ma­chen kann wie bis­her und damit ris­kiert, bald unter 10 Pro­zent zu lan­den, das ist mal gewiss.

Blie­be sie in der Gro­Ko, wäre wie bis­her die Uni­on der lachen­de Drit­te, wäh­rend die SPD wei­ter in Umfra­gen und Wahl­er­geb­nis­sen in Rich­tung Bedeu­tungs­lo­sig­keit schlid­der­te. Und solan­ge die Lin­ke für die weit­aus meis­ten nach­voll­zieh­ba­rer­wei­se nicht wähl­bar ist (nicht mal mehr im Osten), gäbe es letzt­lich nur die AfD als gro­ßen Gewin­ner die­ser Ent­wick­lung, weil sich dann Gau­land, Chru­pal­la, Wei­del und Höcke wei­ter als ein­zi­ge »ech­te Oppo­si­ti­on« zu den »Alt­par­tei­en« gebär­den könn­ten. [1]… wie das Rechts­ra­di­ka­le hier­zu­lan­de schon frü­her getan haben.

Um der AfD da in die Sup­pe zu spu­cken und um das von ihr selbst geschaf­fe­ne Vaku­um wie­der zu fül­len, braucht es für die SPD aller­dings mehr, als nur die Koali­ti­on zu ver­las­sen. Wer jah­re­lang sei­ne eige­ne Mit­te außer­halb der Mit­te der Gesell­schaft die­ses Lan­des sucht – gesell­schafts­po­li­tisch, wirt­schafts­po­li­tisch, sozi­al­po­li­tisch -, der wird fol­ge­rich­tig eben­falls am Rand lan­den. Ob in der Koali­ti­on oder in der Oppo­si­ti­on, ist dabei nach­ran­gig. Ein biss­chen »Respek­t­ren­te« nützt da wenig.

Und so ver­lo­ckend es der­zeit auch sein mag, auf der grü­nen Wel­le zu rei­ten, die bei Licht bese­hen aber nur ein eli­tä­res, extrem teu­res, popu­lis­ti­sches, unso­zia­les, urba­nes, klein­ka­rier­tes, unaus­ge­go­re­nes, unde­mo­kra­ti­sches und in vie­ler­lei Hin­sicht voll­kom­men unöko­lo­gi­sches sowie nicht ziel­füh­ren­des Pro­gramm zu tra­gen vor­gibt – das mit­hin ganz und gar unso­zi­al­de­mo­kra­tisch ist -, so wird die neue SPD unter Bor­jans und Esken hof­fent­lich den Mut haben, einen eige­nen Weg zu gehen und sich auf alte Tugen­den zu besin­nen, die die Par­tei einst groß gemacht haben. [2]Dass Borjans/Esken dafür die rich­ti­gen sind, wage ich jedoch mit aller Vor­sicht zu bezwei­feln.

Die­se Erneue­rung aber wird Zeit brau­chen. Mehr Zeit als die SPD hat. Von bal­di­gen Neu­wah­len soll­te man sich nicht zu viel ver­spre­chen. Da dürf­ten und müss­ten die Sozis zit­tern wie Esken­laub™. [3]Sor­ry, could­n’t resist. 🙂

Das gilt jedoch auch und beson­ders für die Uni­on – umso mehr, als die AfD gera­de säcke­wei­se Krei­de frisst.

Anmer­kun­gen

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1 … wie das Rechts­ra­di­ka­le hier­zu­lan­de schon frü­her getan haben.
2 Dass Borjans/Esken dafür die rich­ti­gen sind, wage ich jedoch mit aller Vor­sicht zu bezweifeln.
3 Sor­ry, could­n’t resist. 🙂 

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