Und tschüss!

Es war mal wie­der Zeit, mei­ne stän­di­gen Tabs aus­zu­mis­ten. Raus­ge­flo­gen sind:Deutsch­land­funk – lang­wei­lig, oft mut­los, manch­mal ten­den­zös.Tages­spie­gel – Relaunch miss­glückt IMHO.RND – zuneh­mend uner­träg­lich (zu wenig Dunz/Schwarzer, zu viel Niesmann/Decker e.a.). Und dann noch die Kem­fert als Kolum­nis­tin – nee dan­ke. Ver­laut­ba­rungs­jour­na­lis­mus embed­ded. Braucht kein Mensch. War­um sich das Geseie­re an die 60 Zei­tun­gen unter­ju­beln las­sen, ist mir ein Rät­sel. Ein­falt statt Viel­falt. Der­zeit lese ich noch…Der Stan­dard – gute Mischung, unauf­ge­regt, unten­den­zi­ös.Tages­schau – bie­der, wenig Schma­ckes, auf Pro­be.Deut­sche Welle […]

Die Daten- und Markt­macht der Tech-Kon­zer­ne ist (…) nicht nur ein Pro­blem von Wirt­schafts­macht oder Daten­schutz, son­dern bedroht die Demo­kra­tie und den Men­schen als sozia­les Wesen.

Eine sehr lesens­wer­te Ein­ord­nung von Fabio de Masi. Eini­ges konn­te man auch hier schon lesen. Aller­dings bleibt fest­zu­hal­ten, dass wir natür­lich weni­ger ein Erkennt­nis- als ein Hand­lungs­de­fi­zit haben.

Gas geben

Haha, guter Witz. Unfrei­wil­lig, wie ich vermute.

Versuche, dein Leben zu machen

Endlich mal wieder eine richtig gute Zeitung

Nach lan­ger Zeit habe ich mal wie­der ein Online-Medi­­um abon­niert, so wie man frü­her eine Zei­tung abon­niert hät­te. Aus Über­zeu­gung. Das war eine gute Ent­schei­dung. Wer hier län­ger mit­liest, weiß, dass ich guten Jour­na­lis­mus natür­lich zu schät­zen weiß. Das bringt mich zu einem wich­ti­gen Punkt. Es ist kein deut­sches, nicht mal ein deutsch­spra­chi­ges Medi­um gewor­den. Es ist die New York Times. War­um kein deut­sches? Tja, ich könn­te das lang und breit begrün­den. Habe ich ja punk­tu­ell auch immer wie­der mal getan. […]

Warum Fakten, wenn es Glauben auch tut?

Die­ser Vor­gang ist in sei­ner Gesamt­heit nicht mal so sehr ein Gil-Ofa­­rim-Skan­­dal. Das muss der Mann letzt­lich mit sich sel­ber abma­chen. Er ist mei­ner Mei­nung nach vor allem ein Medi­­en- und Poli­tik­skan­dal. Und einer der poli­ti­schen Vor­ver­ur­tei­lung aus den Rei­hen der übli­chen Ver­däch­ti­gen. Aber hey: Es gilt – jetzt – natür­lich die Unschulds­ver­mu­tung. Was sonst? Sie­he hier – Hun­der­te Men­schen soli­da­ri­sie­ren sich mit Ofa­rim Nach dem Anti­­se­­mi­­tis­­mus-Vor­­­fall in Leip­zig zei­gen sich spon­tan Hun­der­te Demons­tran­ten soli­da­risch mit dem betrof­fe­nen Musi­ker Gil Ofarim. […]

Krieg als Fußballspiel und Yps-Heft Military Edition

Gegen die Abstump­fungs­lo­gik Nun, vie­le der deut­schen Medi­en (die ich sehe), irr­lich­tern durch die­sen Krieg. Da wer­den täg­lich Exper­ten für alles Mög­li­che bemüht, Ver­mu­tun­gen ange­stellt, Berich­te über Gescheh­nis­se ver­brei­tet, die nie­mand über­prü­fen kann, völ­lig unbe­kann­te Fach­leu­te für die­se ‑ono­mie oder jene ‑olo­gie aus­ge­fragt oder die übli­chen Sprech­pup­pen auf­ge­zo­gen, das Umfeld der han­deln­den Per­so­nen beleuch­tet – bis hin zu ihrem Spiel­zeug (Yach­ten und Bett­ge­nos­sin­nen), da wird der coo­le Look Selen­sky­is beschrie­ben, die Psy­che des natür­lich ver­rück­ten Putin von nam­haf­ten Psy­cho­on­keln fernanalysiert, […]

Von Kälbern und Schlächtern

„Nur die dümms­ten Käl­ber wäh­len ihre Schläch­ter sel­ber“ Ber­tolt Brecht (1898 – 1956), Dra­ma­ti­ker und Lyri­ker Und wie­der mal bewahr­hei­tet sich die­ser Satz. [1]Soll schon 1874 auf einem Schwei­zer Stimm­zet­tel zur Wahl der Züri­cher Steu­er­kom­mis­si­on auf­ge­taucht sein. Auch an ande­rer Stel­le hat Brecht den Ver­gleich mit Käl­bern benutzt: In sei­nem „Käl­ber­marsch“ (1943) – einer Par­odie auf das Horst-Wes­­sel-Lied der Nazis – heißt es: »Hin­ter der Trom­mel herTrot­ten die Käl­berDas Fell für die Trom­melLie­fern sie sel­ber.Der Schläch­ter ruft:Die Augen fest geschlos­senDas Kalb […]

Keine Sternstunde

Aus­ge­ge­be­nem Anlass. Quid­quid agis, pru­den­ter agas et respi­ce finem.Was auch immer du tust, tue es klug und beden­ke das Ende. Ges­ta Romano­rum Bes­te Rede bis­lang: Robert Habeck. Ich tei­le lan­ge nicht alles inhalt­lich, aber wenigs­tens hat er einen Hauch von glaub­wür­di­gem Zwei­fel erken­nen las­sen. Sprach­lich und red­ne­risch sowie­so gut. Ange­mes­sen auch: Diet­mar Woid­ke. Der Rest war schlecht bis so lala. Das war kei­ne Stern­stun­de. Wenn doch, dann nur eine in Dop­pel­denk. Fra­ge am Ran­de: War Mer­kel nicht im Publi­kum? Apro­pos: Has­sel­mann macht die […]

Und sie evakuieren schon wieder Menschen

Die armen Men­schen. Müs­sen jetzt bis an ihr Lebens­en­de ohne Inne­rei­en her­um­lau­fen. -> Eva­ku­ie­rung Selbst bis in die ver­schnarch­tes­te Redak­ti­on dürf­te sich inzwi­schen rum­ge­spro­chen haben, dass Gebäu­de, Räu­me, Züge, Gegen­den … eva­ku­iert wer­den, aber NIEMALS Men­schen. Das machen nur sehr böse Zeit­ge­nos­sen. Kei­ne Ursa­che. Gern geschehen!

Klingt ja so ähnlich

Ich mache das ja kaum noch, aber manch­mal wird es mir zu bunt. Das kann ntv bes­ser. Das gesuch­te Wort heißt: schal. Nicht fahl. In der »Qua­li­tät« geht es wei­ter… Plu­ral? Egal! Und ziem­lich schief klingt die Kom­bi­na­ti­on zwei­er Bil­der auch. Kei­ne Ursa­che. Gern geschehen!

Kackende und Backende

„Der Bäcker ist ein Backen­der, wenn er in der Back­stu­be steht. Wenn er auf dem Klo sitzt, dann nicht mehr.“ Jür­gen von der Lip­pe Mein Reden. Jür­gen von der Lip­pe gegen Gen­­der-Gaga und Idio­ten-Par­ti­zip.[1]Lip­per sind halt ver­nünf­ti­ge Leu­te. Anmer­kun­gen[+] Anmer­kun­gen ↑1 Lip­per sind halt ver­nünf­ti­ge Leute.

Linke Anmaßung

„Was inzwi­schen, zusam­men­ge­fasst unter dem Begriff Wokeness, unse­ren gesell­schaft­li­chen Dis­kurs domi­niert, ist für mich nichts weni­ger als Per­ver­tie­rung lin­ken Den­kens. Es ist die Herr­schafts­form einer Min­der­heit, die sich anmaßt, gegen den Wil­len der Mehr­heits­ge­sell­schaft die Welt nach ihrem Bil­de neu zu schaf­fen.“ Mat­thi­as Poli­ty­cki Könn­te von mir sein.

Das war’s mit Arte

Ich mache es kurz: Einen über­zeug­ten Arte-Seher zum Ex-Arte-Zuschau­er machen in kur­zer Zeit – viel­leicht in einem hal­ben Jahr? Ja, das geht. Wenn man sich Mühe gibt.[1]Hat das Radio, der WDR nament­lich, ja auch schon vor­ge­macht. Da hat die Ent­frem­dung nur län­ger gedau­ert. Ich hat­te es ja neu­lich schon mal ange­deu­tet. Nun fol­gen den Wor­ten Taten. Das Pro­gramm mei­nes ehe­ma­li­gen Lie­b­­lings-Sen­­ders ist mitt­ler­wei­le eine kru­de Mischung aus »Der klei­ne Tier­freund«, Schin­ken-Kate[2]Schin­ken im Sin­ne von Uralt-Fil­­me, Wie­der­ho­lungs­höl­le und »Mis­sy Maga­zin«. Bil­­lig-wokes Zeug, […]