dass ≠ ob

Ich bezweif­le aber, dass vie­le ver­ste­hen, was ich damit sagen will.

Spra­che lebt von und mit Fein­hei­ten. Die muss man acht­sam behan­deln. Und schüt­zen. Im Moment darf aber da jeder und jede mal drü­ber­rut­schen. Wie bei ’ner Hafennutte.

Stammeldeutsch jetzt auch im Tagesspiegel

Es gibt wohl nicht viel dazu zu sagen, was ich nicht schon bei ver­schie­de­nen Gele­gen­hei­ten ange­merkt hät­te – zuletzt hier. Es geht mir so wie »sus­i­l­ove« und »torsten379″ und »tuul­ta«. Die Kom­men­ta­re wür­de ich unter­schrei­ben. Inter­es­sant, wie da gleich wel­che aus dem Busch hüp­fen und erzäh­len, dass man so nicht den­ken dür­fe. Und wer’s doch tut, outet sich selbst­re­dend als einem gewis­sen »geis­ti­gen Umfeld« zuge­hö­rig. Klar, was damit gemeint ist. Geht doch nichts über ein schlich­tes Welt­bild. Dabei hät­te die […]

Nicht mehr lan­ge – und den Schreib­tisch ereilt das glei­che Schick­sal wie den Kot­flü­gel und die Hutablage.

Gram­ma­tik ist ein Code, der auf Über­ein­stim­mung basiert. Wer schwer­wie­gen­de Feh­ler (Bezug, Wort­wahl, Dekli­na­ti­on, Voll­stän­dig­keit) nicht wahr- und ernst‑, son­dern hin­nimm­mt (sic!), gefähr­det sein Ver­trau­ens­ver­hält­nis zur Mut­ter­spra­che. Durch gewohn­heits­mä­ßi­ges Dul­den, Recht­fer­ti­gen und Ver­harm­lo­sen von Codie­rungs­feh­lern ver­lie­ren Schrei­ber ihre Bot­schaft, Leser ihren Anspruch und die Spra­che ihr Nest.

Prae­to­ri­usCC

Wuch­ti­ge, wich­ti­ge, rich­ti­ge Sät­ze. Schön auch. Davon gibt es übri­gens auf den Sei­ten noch einige.

Gut, ein »m« mehr als nötig, aber – hey, im Eifer des Gefechts … 

Wenn ich wie gera­de eben im Radio einen Jour­na­lis­ten sagen höre »Das ist ein okay­er Preis«, dann stel­len sich mir die Nacken­haa­re auf. Ich fin­de, etwas mehr Respekt vor der Spra­che wäre ganz okay.