dass ≠ ob

Ich bezweif­le aber, dass vie­le ver­ste­hen, was ich damit sagen will.

Spra­che lebt von und mit Fein­hei­ten. Die muss man acht­sam behan­deln. Und schüt­zen. Im Moment darf aber da jeder und jede mal drü­ber­rut­schen. Wie bei ’ner Hafennutte.

Nicht mehr lan­ge – und den Schreib­tisch ereilt das glei­che Schick­sal wie den Kot­flü­gel und die Hutablage.

Gram­ma­tik ist ein Code, der auf Über­ein­stim­mung basiert. Wer schwer­wie­gen­de Feh­ler (Bezug, Wort­wahl, Dekli­na­ti­on, Voll­stän­dig­keit) nicht wahr- und ernst‑, son­dern hin­nimm­mt (sic!), gefähr­det sein Ver­trau­ens­ver­hält­nis zur Mut­ter­spra­che. Durch gewohn­heits­mä­ßi­ges Dul­den, Recht­fer­ti­gen und Ver­harm­lo­sen von Codie­rungs­feh­lern ver­lie­ren Schrei­ber ihre Bot­schaft, Leser ihren Anspruch und die Spra­che ihr Nest.

Prae­to­ri­usCC

Wuch­ti­ge, wich­ti­ge, rich­ti­ge Sät­ze. Schön auch. Davon gibt es übri­gens auf den Sei­ten noch einige.

Gut, ein »m« mehr als nötig, aber – hey, im Eifer des Gefechts … 

In der Kasus-Hölle

Da rol­len sich mir die Fuß­nä­gel auf. Wenn das der Ronald wüsste …

Deppen-Komma mal wieder

Ein­fa­cher Ver­gleich. Kein Kom­ma. Was ist dar­an so schwierig?

Dach­te schon, ich hät­te mich ver­hört. Da hat­te doch tat­säch­lich jemand gera­de gesagt »Ich habe es mir ange­le­gen sein las­sen …«. Eine so ele­gan­te Rede­wen­dung, und dann auch noch im Radio. Kaum zu glau­ben. Na ja, es war ein Ver­le­ger, der da sprach. In einer Kul­tur­sen­dung auf WDR5. Aber immer­hin. Es fällt schon auf, wenn jemand deut­lich über Face­book-Niveau redet. Oder schreibt.