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Das schmutzige Geheimnis der Windbarone

Was ist das gefähr­lichs­te Treib­haus­gas? Ist doch klar, wer­den vie­le sagen, Koh­len­stoff­di­oxid – CO2. Kann man ja über­all seit Jah­ren lesen und hören.

Nun ja, ist nicht völ­lig falsch. Aber es gibt sehr viel schlim­me­re. Und die wer­den ein­ge­setzt aus­ge­rech­net unter ande­rem in – sur­pri­se, sur­pri­se – Indus­trie­wind­an­la­gen![1]Für Pho­to­vol­ta­ik gilt sinn­ge­mäß das­sel­be. Kei­ne »erneu­er­ba­ren Ener­gien« ohne Schwe­fel­he­xa­fluo­rid, kurz SF6. Es ist das stärks­te Treib­haus­gas, das der Mensch­heit bekannt ist, und die Emis­sio­nen sind in den letz­ten Jah­ren rapi­de gestie­gen. Der »öko­lo­gi­schen Ener­gie­wen­de« sei Dank.

Schwe­fel­he­xa­fluo­rid ist bil­lig und nicht brenn­bar und ein farb­lo­ses, geruch­lo­ses Syn­the­se­gas. Es wird als Iso­lier­gas in der Mit­tel- und Hoch­span­nungs­tech­nik ein­ge­setzt und natür­lich auch in Wind­kraft­an­la­gen.[2]Wind­kraft-Jour­nal

Sei­ne kli­ma­schäd­li­che Wir­kung ist 23.500 mal höher als die von CO2. Die atmo­sphä­ri­sche Lebens­dau­er von SF6 beträgt ca. 3.200 Jah­re. Ein­mal emit­tiert, bleibt ein Mole­kül im Mit­tel mehr als drei Jahr­tau­sen­de in der Atmo­sphä­re, bevor es zerfällt.

Wie sich SF6 zu CO2 in der Schad­wir­kung ver­hält. Quel­le: BBC

Wol­len wir die­ses Teu­fels­zeug tat­säch­lich über­all haben? Etwa in den geplan­ten 13 gigan­ti­schen Indus­trie­wind­an­la­gen auf dem Kamm des Teu­to­bur­ger Wal­des? Und das auch noch als vor­geb­li­cher Kli­ma­schutz?[3]Das glei­che Spiel­chen wie­der­holt sich übri­gens bei den super-aggres­si­ven Kli­ma­kil­ler­ga­sen wie Methan aus den Gül­le­re­ak­to­ren AKA »Bio­gas-Anla­gen«.

Falls nicht, hier unter­schrei­ben, wie mehr als 1.000 Det­mol­der es schon getan haben.

Kli­ma­kil­ler­gas, wohin man in »öko­lo­gi­schen« Wind­parks und deren Schalt­an­la­gen auch blickt.

Laut der BBC [4]Electri­cal industry’s ‚dir­ty secret’ boosts war­ming hat sich das syn­the­ti­sche SF6 in der Luft von Euro­pa als unbe­ab­sich­tig­te Fol­ge des grü­nen Ener­gie­booms schon im Jahr 2017 so stark erhöht, dass es der Wir­kung von zusätz­li­chen 1,3 Mil­lio­nen Autos entspricht.

Just one kilo­gram of SF6 warms the Earth to the same extent as 24 peop­le fly­ing Lon­don to New York return. It also per­sists in the atmo­s­phe­re for a long time, war­ming the Earth for at least 1,000 years.

Zwar ist der Bezug des Kli­ma­kil­lers in Deutsch­land 2020 gegen­über 2016 zurück­ge­gan­gen, aber die (Wind- und Photovoltaik-)Industrie hat immer noch ins­ge­samt 733 Ton­nen des Treib­haus­ga­ses von inlän­di­schen Gas­ehänd­lern bezo­gen.[5]Desta­tis

Die­ses Super­treib­haus­gas soll­te end­lich und drin­gend min­des­tens so kri­tisch betrach­tet und behan­delt wer­den wie CO2.

Das Gas wird zu gro­ßen Tei­len inner­halb geschlos­se­ner Sys­te­me ver­wen­det und damit (vor­erst) nicht frei­ge­setzt. Direkt frei­ge­setzt wur­den im Jahr 2019 nach Berech­nun­gen des Umwelt­bun­des­am­tes zur natio­na­len Treib­haus­gas-Bericht­erstat­tung 3,9 Mil­lio­nen CO2-Äqui­va­len­te SF6. Dies ent­sprach einem Anteil von 0,5 % an den gesam­ten Treib­haus­gas­emis­sio­nen in Deutsch­land in Höhe von rund 793,3 Mil­lio­nen Ton­nen CO2-Äqui­va­len­ten.

Desta­tis
Wer da die glo­ba­le Erwär­mung nicht im Blick hat, ist mög­li­cher­wei­se strittig.

Wenn also zum Bei­spiel die PR-Schleu­der von West­fa­len­Wind mal wie­der ihre Mär­chen vom Arten­schutz- und Kli­ma­schutz­pro­jekt Indus­trie­wind­an­la­ge auf­tischt, ein­fach mal an Schwe­fel­he­xa­fluo­rid den­ken.[6]Nicht zu reden vom Raub­bau zur Beschaf­fung von sel­te­nen Erden, von Kin­der­ar­beit und Aus­beu­tung für Roh­stof­fe, von Umwelt­ver­nich­tung und Was­ser­ver­geu­dung für Lithi­um­ab­bau, von der unge­lös­ten … Wei­ter­le­sen …

Öko­strom erreich­te im ers­ten Halb­jahr 2020 in Deutsch­land einen neu­en Rekord­wert. Der Orga­ni­sa­ti­on Ago­ra Ener­gie­wen­de zufol­ge erreicht die Erzeu­gung durch erneu­er­ba­re Ener­gien eine Anteil von 50,3 %. Die­se posi­ti­ve Ent­wick­lung hat aller­dings einen Schön­heits­feh­ler: Durch den erfor­der­li­chen Netz­aus­bau wer­den neue Quel­len für gefähr­li­che Treib­haus­ga­se geschaffen.

Energie.Blog

Die angeb­lich öko­lo­gi­sche Ener­gie­wen­de mit »erneu­er­ba­ren Ener­gien« bewirkt nicht mehr Kli­ma­schutz, son­dern weniger.

Ist Schwe­fel­he­xa­fluo­rid eigent­lich auch noch »sicher«, wenn’s brennt? So wie gera­de in Neu­en­kir­chen (Kreis Stein­furt). Mit Löschen war da ja nichts in der Höhe. Und die für den Teu­to vor­ge­se­he­nen Kra­tu­re sind ja noch höher… Solch ein Brand einer Indus­trie­wind­an­la­ge (oder meh­re­rer) in einem aus­ge­dehn­ten Wald­stück im Teu­to­bur­ger Wald nach einem tro­cke­nen Som­mer – das dürf­te doch ziem­lich unan­ge­neh­me Fol­gen für die gesam­te Regi­on haben, oder? Groß­brand ist sicher noch untertrieben.

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1 Für Pho­to­vol­ta­ik gilt sinn­ge­mäß dasselbe.
2 Wind­kraft-Jour­nal
3 Das glei­che Spiel­chen wie­der­holt sich übri­gens bei den super-aggres­si­ven Kli­ma­kil­ler­ga­sen wie Methan aus den Gül­le­re­ak­to­ren AKA »Bio­gas-Anla­gen«.
4 Electri­cal industry’s ‚dir­ty secret’ boosts warming
5 Desta­tis
6 Nicht zu reden vom Raub­bau zur Beschaf­fung von sel­te­nen Erden, von Kin­der­ar­beit und Aus­beu­tung für Roh­stof­fe, von Umwelt­ver­nich­tung und Was­ser­ver­geu­dung für Lithi­um­ab­bau, von der unge­lös­ten Ent­sor­gung des Wind­rad­schrotts und und und

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