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Ich liebe Sabine Töpperwien

Ich ste­he dazu.

Es gibt nichts Schö­ne­res, als an einem mehr oder weni­ger ver­reg­ne­ten Sams­tag­nach­mit­tag im Inter­net zu sur­fen, Mails zu schrei­ben – und neben­bei die Bun­des­li­ga-Kon­fe­renz auf WDR 2 im Radio zu hören.

Nicht, dass ich mich über­mä­ßig für Fuß­ball inter­es­sie­ren wür­de, aber es ist so lustig.

Wenn man Glück hat, ist auch die Sport­che­fin des WDR am Werk.

Wenn es Sabi­ne Töp­per­wien nicht gäbe, man müss­te sie glatt erfin­den. Eben jetzt kom­men­tiert sie mit ihrer unver­kenn­ba­ren, leicht mas­ku­li­nen Press­knö­del­stim­me ein Spiel von Mön­chen­glad­bach gegen … ver­ges­sen … ist ja auch egal. Mir geht es nicht um den Sport, son­dern um die gespro­che­nen Stil­blü­ten, die da am lau­fen­den Band pro­du­ziert wer­den. Das ist Real-Come­dy in Echtzeit.

Und einer der ganz Gro­ßen in die­ser Dis­zi­plin ist halt Sabi­ne – ja genau, die Schwes­ter von ZDF-Legen­de Rolf Töp­per­wien, dem mit dem legen­dä­ren – äh – Bur­nout. Sie würgt grun­zend merk­wür­di­ge Sät­ze her­vor wie ein obs­ti­pa­ti­ver Pati­ent den lan­ge über­fäl­li­gen Stuhl. Das macht ihr kei­ner nach.

Zu Recht müs­sen sich man­che Kicker gefal­len las­sen, dass man sich über ihre sprach­li­chen Aus­rut­scher lus­tig macht. Aber was die Sprach-Pro­fis auf der ande­ren Sei­te des Mikros da teil­wei­se bie­ten, ist schwer zu toppen.

Eben hör­te ich aus dem Mund von Sabi­ne Töp­per­wien, dass da ein Spie­ler »die Hän­de in die Hüf­ten geballt hat«. Na hof­fent­lich bekommt er sie wie­der raus. Tut das nicht weh?

Kurz dar­auf beob­ach­te­te das sport­jour­na­lis­ti­sche Urge­stein, dass der Tor­wart »das Gesicht in den Armen ver­schränkt hat«. Jun­ge, Jun­ge, ich hof­fe, das ging ohne Not­arzt ab… Ich mag mir gar nicht vor­stel­len, wie so ein ver­schränk­tes Gesicht aus­sieht. Der Ärms­te. Anschei­nend konn­te er aber weiterspielen…

Und einer ihrer Kol­le­gen, des­sen Name ich so schnell nicht mit­be­kom­men habe, ana­ly­sier­te gera­de kennt­nis­reich sei­ne Par­tie, das Pro­ble­me lie­ge dar­in, »dass sich hier zwei Geg­ner gegen­über­ste­hen, die bei­de gewin­nen wol­len«. Na, das ist ja mal was ganz Ausgefallenes…

»Liga live – hier schlägt das Herz des Fußballs.«

Und das der deut­schen Sprache.

4 Kommentare

  1. A. S. Tenderich A. S. Tenderich 11. März 2012

    .…. ich auch

    Hal­lo,

    auch ich emfin­de die Kom­men­ta­re von Frau Töp­per­wien zu den ent­spre­chen­den Fuß­ball­spie­len sehr ange­nehm und inter­es­sant. Soll­te der Ver­such schei­tern, dies ist sehr sehr sel­ten der Fall, einen anders­ar­ti­gen Kom­men­tar wie üblich ins Mikro­fon zu spre­chen, so soll­te man ihr dies nach sehen. Allein das aus­ge­spro­che­ne Wort »Tor« weckt doch sämt­li­che Lebens­geis­ter, ins­be­son­de­re eines Man­nes, der nicht nur bei Bier und Chips zu Hau­se auf dem Sofa sitzt und »Fuß­ball­bun­des­li­ga« hört.

    Sicher­lich gibt vie­le Talen­te der Frau Töp­per­wien, die hier unge­nannt blei­ben. Mir fällt da eini­ges ein.
    Wer weiß denn schon, wie unse­re Kom­men­ta­to­rin wäh­rend der Schulzeit/Studium so war. 

    Viel­leicht soll­te man ein­fach mal sagen »Ende gut, alles gut«, anstatt immer wie­der auf einer Posi­ti­on zu ver­haa­ren, die ein­fach nur »dane­ben« ist.

    • Micha Micha 11. März 2012

      Hal­lo,

      zunächst mal dan­ke für die Wort­mel­dung. Das ist ja das Schö­ne in die­sem Land, dass jeder sei­ne eige­ne Mei­nung haben darf.

      Habe gar nicht mit­be­kom­men, dass Sie durch unse­re Woh­nung geschli­chen sind, als ich “nur bei Bier und Chips auf dem Sofa saß”. Respekt! Stimmt zwar nicht, ist aber wohl auch nicht so wichtig…

      Kei­ne Ahnung, wie “unse­re Kom­men­ta­to­rin” wäh­rend der Schul­zeit oder wäh­rend des Stu­di­ums war. Hört man ja schließ­lich nicht, wenn sie im Radio die deut­sche Spra­che vergewaltigt…

      Apro­pos: Sie könn­ten sich auch mal ‘ne gro­ße Tüte Recht­schrei­bung kau­fen. Dann müs­sen Sie auch nicht auf dem sta­tus quo “ver­haa­ren”.

      Dann heißt es auch für Sie: Ende gut, alles gut.

      Vie­le Grüße!

  2. A. S. Tenderich A. S. Tenderich 11. März 2012

    Mein Text von heute

    lei­der ent­hält mein Text einen Tipp­feh­ler. Ob Sie mei­ne Tex­te ver­öf­fent­li­chen oder nicht oder doch, ist nicht mein Pro­ble­me. Sicher­lich hat mein frü­he­rer Fran­zö­sisch Leh­rer auch so sei­ne Pro­ble­me. Dar­an will man jedoch nicht denken!

    Ten­de­rich

    • Micha Micha 11. März 2012

      Sagen Sie mal, sit­zen Sie viel­leicht gera­de bei Bier und Schnaps auf dem Sofa..?

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